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Autorität und Regentschaft

admin Posted by: admin Print PDF
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Am ersten apostolischen Wochenende in Hanau redete Bruno davon, wann die Jünger zum ersten Mal Christen genannt wurden (die Gemeinde in Antiochia, Apg.) und warum. Sie waren Christus so zum Verwechseln ähnlich, strahlten ihn dermaßen aus, daß sie diesen Ehrennamen erhielten. Das war die eigentliche Bedeutung des Namens Christ, nämlich christusähnlich. Das hat mich tief beschäftigt, weil das ein sehnsüchtiges Verlangen von mir ist, meinem Geliebten ähnlicher zu werden.

Durch das Buch, das wir lesen sollen „Die fünf Wahrheiten des Evangeliums“ von Richard Hays wurde ich neu inspiriert, was Gerechtigkeit und Autorität betrifft. All das führte zu einem Traum, der zu lang und zu spezifisch wäre.

Ein Kern des Traumes war, daß ich zu einem ungeeigneten Zeitpunkt die roten Tanzschuhe abgelegt hatte, weil ich müde war, und sie an den Füßen schmerzten. Daraufhin waren sie verschwunden, man wollte sie entsorgen, in der Finanzwelt wo ich war, mochte man keine roten Schuhe, und eine abenteuerliche, lebensgefährliche Suche begann, um sie wiederzubekommen.

Die Schuhe stehen ja einerseits für Dienst, aber sie drücken noch viel mehr aus, Autorität in Regentschaft (ihr werdet auf Schlangen und Skorpione treten). Gehen in Seiner Identität. Rot steht für das Blut Christi, völlige Hingabe, Tanzschuhe für die große Dynamik und Leichtigkeit. Aber die Füße mußten sich den Schuhen anpassen und nicht die Schuhe den Füßen. Es erinnert mich auch an das Hohelied, als Sulamith zu müde war zum Aufstehen, die Kleider schon abgelegt hatte, und nachher den Bräutigam suchte. Dies ist ja auch ein Sinnbild für die eingeschlafene, müde Gemeinde.

Gestern las ich in "um Himmels willen" von Bruno Zimmerli folgende Erklärung, warum sich die ersten Christen "Ekklesia" nannten, aus der unser heutiges Wort "Kirche" wurde. Lest ebenso atemlos mit wie ich:

"Der Begriff EKKLESIA ist für sich ein Studium wert. Sehr oft wird in der Verkündigung die wörtliche Übersetzung dieses griechischen Begriffs verwendet: "die Herausgerufenen". Das beschreibt mit Sicherheit sehr gut einen wichtigen Aspekt der Gemeinde. Wir sind das von Gott abgesonderte "Volk seines Eigentums", eine "heilige Nation". Jeder wiedergeborene Mensch, der zur EKKLESIA gehört, wurde von Gott aus dem Reich der Finsternis heraus gerettet und in sein eigenes Reich hinein versetzt. "Die Herausgerufenen" beschreibt somit wunderbar, wer die Gemeinde ist.

...der uns errettet hat aus der Gewalt der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe. (Kol.1,13)

Das Wort EKKLESIA hat jedoch neben der wörtlichen auch eine historische Bedeutung, die man nicht außer Acht lassen darf. Es scheint, als ob Paulus und die anderen Schreiber des Neuen Testaments einen völlig neuen Begriff suchen mußten, um diese neu entstandene Gemeinschaft der Heiligen zu bezeichnen. Das Wort SYNAGOGE konnte dabei nicht dienen, da es die offizielle Bezeichnung für die jüdische Gemeinschaft war, von der sich die Gemeinde unterschied und sich zwangsläufig von ihr distanzieren mußte.

Wenn wir nun die historische Bedeutung des Wortes EKKLESIA betrachten, dann könnte man davon sehr wohl etwas vom Selbstverständnis der ersten Gemeinde und der Apostel ableiten. Weshalb hat die erste Gemeinde diesen Begriff gewählt?

EKKLESIA war die damalige Bezeichnung für den Stadtrat oder das Parlament einer griechischen Stadt. Es war eine Gruppe von "herausgerufenen" oder "ausgewählten" Männern, die regelmäßig zusammen kamen, um die Stadt zu regieren. Sie erließen Gesetze, auch Dekrete (= amtliche Beschlüsse), und waren die Gerichtsbarkeit der damaligen griechischen Stadtstaaten. Die EKKLESIA war sozusagen die Regierung der damaligen Gesellschaft.

Indem nun die erste Gemeinde diesen Begriff für sich selbst wählte, brachte sie zum Ausdruck, wovon sie überzeugt war: die Autorität des Reiches Gottes ist uns gegeben! Die Gemeinde ist berufen und bestimmt, mit Christus zu regieren!

Das Reich Gottes und die Gemeinde sind nicht dasselbe. Aber die Gemeinde ist das Werkzeug oder das Mittel, wodurch Gott sein Reich, seine Regierung auf dieser Erde aufrichtet.
Bruno Zimmerli

Wow! Ahnen wir, in welcher Autorität und Selbstbewußtsein die ersten Christen regierten? Wißt ihr, wir reagieren oft so: Herr, wann stellst Du Deine erste Gemeinde wieder her! Ja, der Heilige Geist wird uns helfen, da hineinzukommen, aber ebenso ist es wahr, daß alles vorhanden ist. Diese Schuhe hat ziemlich die komplette Christenheit ausgezogen, bis auf ein kleiner Überrest. Die ersten Christen wurden Christen genannt, weil sie Christus so ähnlich waren, daß man keinen oder kaum einen Unterschied mehr feststellen konnte zwischen ihnen und dem Herrn selbst. Wir haben uns in einer falschen Demut bewegt und vom Feind regelrecht in Ketten legen lassen. Ich habe das Buch noch nicht weitergelesen, aber daß es so aussieht, als ob die Christen besiegt wären, wie in der Offenbarung beschrieben wird, erinnert mich sehr an diese Zeit in der wir leben. Ich bin sehr gespannt, was Bruno dazu schreibt.

Unsere Reaktion sollte weniger die sein: Herr, wo bist Du? Wo ist die Kraft der ersten Gemeinde? Wann wirst Du das wieder restaurieren? Als diejenige: Herr, wir haben diese Schuhe abgelegt, wir sind nicht in dieser Autorität gelaufen, wir haben uns ängstigen und anpassen lassen an die Welt. Unsere Füße schmerzen (Fleischlicher Teil der Seele, die sich verkriechen möchte, es den Menschen recht machen möchte, oder rebellieren möchte, eigenverantwortlich gehen möchte. Das Fleisch kann den Preis nicht bezahlen. Es kann nur angenagelt, für tot erachtet werden). Aber Herr, wir ergreifen unsere Schuhe, alles, aber auch alles ist möglich demjenigen der glaubt, der Himmel ist offen, Dein Ratschluß ist die Regentschaft, und Du hast uns gesagt, daß wir auf Schlangen und Skorpione treten werden. Also werden wir das tun! Wir sagen nicht länger, wir sind klein und schwach, denn Du hast alles gegeben, hast Du uns nicht damit alles zur Verfügung gestellt, was Dein ist? Du hast uns, dem Leib gesagt, daß wir die Feinde unter Deine Füße legen werden. Wir werden gehorsam sein, und Deine Autorität annehmen, nicht länger auf uns selbst und die eigene Kraft schauen, sondern im Glauben Deine Dynamik, Kraft und Liebe anziehen. Du hast gesagt, fürchte dich nicht du kleine Herde, meinem Vater im Himmel hat es gefallen, euch das Reich zu geben!

Laßt es fließen, Schwestern und Brüder! Laßt es fliesen für Deutschland! Heiliger Geist, weiche uns ein mit Deinem Spätregen! Weiche uns ein! Wir alle kommen aus einem dürren Land, das nicht mehr nach Dir gefragt hat, einem Land der verzweifelten Absicherung finanziell und ideell, aus Angst und Beklemmung. Deutschland war wie der, der sein Pfund vergraben hat, und sagte, Du bist ein harter Gott, der nimmt, was er nicht gesät hat, und wollten unser Pfund bewahren, indem wir es vergraben haben. Aber es ist Zeit, zu verstehen, wer Du wirklich bist, und in Deinem Angesicht erkennen, daß Du uns von Anfang an geliebt hast!! Und erkennen, wer wir sind, durch Dich! Es ist Zeit für Deutschland! Und wir, die wir erkennen, weil unsere Heimat in den Himmeln ist, weil wir verstanden haben, es herunterbringen auf die Erde, daß wir Leben leben auf der Dürre, auf dem Sichtbaren, auf den Umständen, auf den Vernünfteleinen und dem daraus resultierenden Gefühl, daß wir alles richtig machen müssen, und daß das Leben sich in Ideologie und Theologie befindet, auf dem Stolz des Landes, und auf der falschen Demut, auf der Bedrückung aus dem schlimmen Fehler heraus unter Hitlers Regime! Wir konnten uns selbst nicht vergeben, und wollten alles noch richtiger machen! Aber Du... Du bist so anders... Du BIST das Leben, Du BIST die WAHRHEIT, Du LEBST!!
Auf  Brüder und Schwestern, tanzt den Lebenstanz in Dynamik und Regentschaft!! Tanzt Sein Herz in dieses Land!!! All die Vaterschaft, all die Heilung, TANZT! Wir SIND die Frucht, wir SIND die Frucht DEINER LIEBE!
Amen